Hamburg. Die Handelskammer Hamburg hofft darauf, dass sich die Wahl Barack Obamas zum neuen Präsidenten der USA auch auf den Warenverkehr mit den Vereinigten Staaten positiv auswirkt. Dazu gehört für Kammer-Präses Frank Horch auch, dass es zu einer Entbürokratisierung sowie zu einem Überdenken der zahlreichen Sicherheitsvorschriften kommt, die vermeintlich zum Schutz der USA vor terroristischen Anschlägen erlassen wurden. Ganz oben steht für die Hamburger Handelskammer, dass das geplante hundertprozentige Screening der für die USA bestimmten Container noch einmal auf den Prüfstand kommt, sagte Horch auf dem Neujahrsempfang der Chamber of Commerce in Germany, die ihren Sitz in der Elbe-Stadt hat. Zwar sei es völlig „selbstverständlich“, dass der internationale Handel vor dem Zugriff durch den Terrorismus geschützt werde. „Er muss aber auch schnell und unbürokratisch abzuwickeln sein“, sagte Horch. Auch hoffe er, dass die USA trotz der schwierigen Lage ihrer Volkswirtschaft nicht den Versuchungen des Protektionismus erliegen. Zu wünschen sei vielmehr, dass die Vereinigten Staaten „auf einen WTO-Kurs umschwenken, der Zölle und Beschränkungen weiter abbaut und dadurch zu einem Wiederaufschwung des Handels beiträgt“, führte Horch weiter aus. (eha)
Container-Scannen: Hamburger hoffen auf Obama
Warenverkehr mit den USA: Handelskammer Hamburg appelliert auf Verzicht auf lückenloses Container-Screening