Im dritten Quartal des laufenden Jahres hat das Unternehmen einen Umsatz von 5,7 Millionen US-Dollar gemacht. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 26,4 Millionen US-Dollar. Die dabei aufgehäuften Verluste erreichen mit 24,4 Millionen US-Dollar fast das Umsatzniveau. Ein Jahr zuvor hat der Marktplatzbauer noch einen Verlust von 36,3 Millionen Euro gemacht. In den neun Monaten zum 30. September hat sich der Cash-Bestand von knapp 74 auf etwas unter zwölf Millionen US-Dollar verringert. Dem Unternehmen scheint das Wasser nun bis zum Hals zu stehen. Denn mit der Vorlage der Quartalszahlen kündigt Commerce One an, dass es einen neuen Geldgeber sucht. Man habe eine Investmentbank beauftragt, die Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung sowie strategische Alternativen zu prüfen. Zu den zur Diskussion stehenden Alternativen gehören auch der Verkauf von Geschäftsteilen oder gar des ganzen Geschäfts von Commerce One. Nach mehreren Entlassungswellen beschäftigt das einstige Starunternehmen der New Economy heute noch 116 Mitarbeiter. Für das Jahr 2000 weist die Bilanz noch einen Mitarbeiterstand von 3766 Vollzeitkräften aus.
Commerce One kündigt Ausverkauf an
Der Anbieter von Software für den elektronischen Handel Commerce One meldet einen Umsatzeinbruch und sucht neue Geldgeber.