Paris. Krisenstimmung beim Pariser Kombi-Transporteur CNC: Das zu 100 Prozent von der Staatsbahnholding SNCF Participations kontrollierte Unternehmen plant nach Gewerkschaftsangaben, rund 200 Stellen abzubauen. Das wäre ein Drittel des aktuellen Personalbestandes, wie die Pariser Les Echos berichtete. Hintergrund der Sparmaßnahme sind die anhaltenden hohen Verluste bei CNC. Sie dürften in diesem Jahr genauso hoch ausfallen wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren und zwischen 13 und 15 Millionen Euro betragen. Zudem ist die angekündigte Kapitalaufstockung um 20 Millionen Euro immer noch nicht offiziell abgesegnet worden. Die Bahn selbst rechnet für das laufende Jahr mit Verlusten in Höhe von 300 Millionen Euro. Angesichts der Zuspitzung der Situation bei dem Kombi-Dienstleister fürchtet die Gewerkschaft CFE-CGC, dass die Kunden der defizitären CNC nach einer Alternative zur Schiene suchen und beispielsweise zum Seetransport überwechseln werden. (vr/jb)
CNC baut 200 Stellen ab
SNCF-Tochter fährt weiter Millionenverluste ein