Marseille. Die französische Reederei CMA CGM hat ihre Zuschläge für schwefelarmen Treibstoff bekanntgegeben, die ab 1. Januar eingeführt werden, berichtet die die Hong Konger maritime Plattform Schednet. Ab dem 1. Januar 2015 ist jedes Schiff verpflichtet, in den Emissionskontrollgebieten (EKG) einen höherwertigen Brennstoff einzusetzen, dessen Schwefelgehalt nicht mehr als 0,1 Prozent (derzeitiges Limit: 1,0 Prozent) betragen darf. Die EKG liegen in Nordeuropa, in der Baltischen See, in den USA und Kanada.
Die Zuschläge variieren je nach der Distanz, die die jeweilige Fracht in den EKG zurücklegen muss. Für Asien-Nordeuropa-Routen liegt der Zuschlag der französischen Reederei bei 25 US-Dollar (21 Euro) pro TEU (20-Fuß-Standardcontainer) bzw. 42 Euro pro FEU (40-Fuß-Standardcontainer). Auf den Asien-Westküste Kanada-Strecken beläuft sich der Zuschlag auf 30 Euro pro TEU. Zwischen der Baltischen See und Montreal wird der höchste Aufschlag durch die Schweizer Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) mit 132 Euro pro TEU verlangt. Die dänische Reederei Maersk erklärte im September, dass sie einen Zuschlag von 24 Euro pro FEU auf den Asien-Nordeuropa-Strecken einbehalten wird. MSC bestätigte für die gleiche Verbindung zwölf Euro pro TEU. Die genauen Zuschläge für schwefelarmen Treibstoff auf allen Strecken von CMA CGM können ab 1. Dezember auf der Unternehmenswebseite eingesehen werden. (rup)