Peking/China. Die Verhandlungen über die neue Strecke der deutschen Magnetschnellbahn Transrapid in China scheinen zu scheitern, wie aus einem Bericht der Zeitung „21st Century Business Herald“ hervorgeht. Grund hierfür seien Uneinigkeiten zwischen dem Transrapid-Konsortium aus Thyssen Krupp und Siemens sowie der chinesischen Seite. Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen seien die Kosten für das Projekt und das Ausmaß des von China gewünschten Technologietransfers. Die chinesische Seite drohe, die Verlängerung der bestehenden Flughafenverbindung in Shanghai über 175 Kilometer in die Nachbarstadt Hangzhou aufzugeben und statt dessen durch den Einsatz einer Eisenbahn zu ersetzen. „China wird den Bau der Magnetschnellbahnlinie einstellen, wenn die Gespräche vollständig zum Stillstand kommen“, erklärte der chinesische Projektleiter Wu Xiangming. Auch der Vizedirektor der zuständigen Reform- und Entwicklungskommission in der Provinz Zhejiang, Chai Xianlong, nannte in dem Zeitungsbericht die Magnetschnellbahn weder unverzichtbar für das Land, noch besonders dringlich. Er erklärte, dass derzeit keine Notwendigkeit bestehe, den Transrapid jetzt zu bauen, da er nicht vor Beginn der Weltausstellung 2010 in Schanghai fertig werden müsse. Der an den Verhandlungen beteiligte Experte Wang Gang von der Tongji-Universität bestätigte nach Angaben der Zeitung, dass es auch eine Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke zwischen Schanghai und Hangzhou geben könnte. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass China schließlich bereits selber an der Magnetbahntechnologie arbeite. (tz)
China: Transrapid-Verhandlungen vor dem Scheitern
Erweiterung der Magnetschnellbahn Transrapid bei Shanghai steht auf der Kippe: Grund sind Uneinigkeiten hinsichtlich Kosten und Ausmaß des Technologietransfers