Magdeburg . Im Streit zwischen Bund und Ländern um die geplante Erhöhung der Lkw-Maut sieht der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchef Karl-Heinz Daehre (CDU), Kompromisschancen. „Wir haben einen schweren Brocken zu bewältigen, aber ich denke, auch der Bund hat ein Interesse an einem praktikablen Kompromiss“, sagte Daehre am Dienstag nach Angaben eines Sprechers in Magdeburg. Bei einem Sondertreffen an diesem Mittwoch in Berlin wollen die Verkehrsminister von Bund und Ländern über die Pläne von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) beraten. Mindestens acht Bundesländer wollen nach einem Bericht der „Bild»-Zeitung“ (Dienstag) derzeit im Bundesrat gegen die zum 1. Januar 2009 geplanten Maut-Erhöhung von durchschnittlich 13,5 auf 16,3 Cent je Kilometer stimmen. Eine Option sei eine Verschiebung der Maut-Erhöhung, sagte Daehre.Eine andere „Stellschraube“ seien Übergangsfristen für die geplante Koppelung von Maut-Höhe und Schadstoffausstoß. „Solche Übergangsfristen könnten für zwei bis drei Jahre alte Fahrzeuge gelten, deren Anschaffung sich in den Speditionen noch nicht amortisiert hat, die nach den neuen Plänen aber als Stinker gelten“, sagte der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz. (dpa/pi)
Chef der Verkehrsministerkonferenz: Kompromiss bei LKW-Maut möglich
Daehre: „Auch der Bund hat ein Interesse an einem praktikablen Kompromiss“