Der für die kommenden Jahre erwartete rasante Anstieg des Güterverkehrs eröffnet nach Ansicht von Verkehrsexperten auch der Binnenschifffahrt neue Möglichkeiten. Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Binnenschifffahrt, Heinz Hoffmann, verwies auf nicht voll genutzte Kapazitäten von Binnenschiffen, Wasserstraßen und Häfen. Die Politik müsse für einen weiteren Ausbau der Infrastruktur und faire Wettbewerbsbedingungen unter den Verkehrsträgern sorgen. Zudem sei eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU nötig. Auf dem Kolloquium der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft machten die Fachleute aber auch klar, dass sich die Branche als Logistikpartner neuen Anforderungen stellen muss. Das Binnenschiff müsse sich in komplette Transportketten einfügen. Statt Massengütern müssten verstärkt hochwertige Güter transportiert werden. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer stagniert das Transportaufkommen der Binnenschifffahrt seit den 70er Jahren bei etwa 220 bis 245 Tonnen im Jahr. Betrug der Anteil am Gesamtverkehr 1970 noch 30 Prozent, sind es heute gerade noch 16 Prozent. (vr/jök)
Chance für die Binnenschifffahrt
Binnenschiffe müssen sich in Logistikketten einfügen