Bisher eine Schwachstelle bei der Integration von unternehmensrelevanten Daten bilden der Außendienst sowie die Einbindung externer Betriebseinheiten in den Informationsfluss. Auf der Cebit werden nun eine Reihe von Lösungen für die mobile Unternehmenskommunikation vorgestellt, die diese Lücke unter Einbeziehung von Notebooks, Handys oder anderen mobilen Kleincomputern schließen sollen. Gerade für die Personal Digital Assistants (PDAs) erschließt sich hier ein ganz neues Feld. Die Computer im Westentaschenformat, die zuvor eigentlich eher als Terminplaner und Adressmanager zum Zuge kamen, sind mittlerweile in der Lage, auch komplexe Businessaufgaben zu lösen. Das gilt zum einen für den Einsatz unterwegs: Da wird beispielsweise direkt auf das unternehmensinterne ERP-System zugriffen oder es können Daten mit der Tourenplanungssoftware auf dem PC des Disponenten ausgetauscht werden. Zum anderen wird auch der Lagerbereich immer interessanter für den PDA: Hier könnte das kleine Gerät vielleicht schon bald den klassischen Handhelds den Rang streitig machen. Gefördert werden kann diese Entwicklung unter anderem auch durch die neue Bluetooth-Technologie. Es handelt sich hierbei um eine Form der drahtlosen Datenübertragung, die bis zu einer Reichweite von circa zehn Metern – auch durch Wände hindurch – funktioniert. Ein ebenfalls neuer Ansatz ist die Datenübertragung nach dem Standard "WiFi" (Wireless Fidelity). Innerhalb eines Gebäudes lassen sich so Distanzen zwischen 30 und 50 Metern drahtlos überbrücken. Im Freien oder in großen Hallen sollen es sogar bis zu 550 Meter sein. Ein relativ neues Feld im Bereich der Kommunikations- und Identifizierungstechnik wird auch durch die Einführung von Spracherkennungssystemen betreten. Im Officebereich wird schon seit Jahren mit derartigen Lösungen herumexperimentiert. Mittlerweile ist die Technik bereits ziemlich ausgreift und der "hörende” Computer ist längst keine Zukunftsvision mehr. In den USA erfreuen sich die Audiolösungen sogar im Bereich der Lagerlogistik großer Beliebtheit. In Europa und vor allem in Deutschland müssen die Anbieter dieser Systeme jedoch noch eher einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Gewiss ist jedoch, dass die neuen Technologien für einige Bewegung in der Auto-ID-Branche sorgen können. Ein schon mittlerweile alter Bekannter unter Innovationen der Branche ist die Transpondertechnologie. Wann und ob überhaupt sich die Identlösungen mit Chip und Antenne durchsetzen werden, wird vielleicht die diesjährige Cebit klären. In diesem Jahr fehlen allerdings einige der großen Hersteller aus der Auto-ID-Branche. Ein Trend, der sich schon seit einigen Jahren in Hannover abzeichnet.
Cebit-Trends 2002: Mobile Computing
Mobile Lösungen für die Unternehmenskommunikation sowie neue Datenfunktechnologie bringen die Supply Chain auf Vordermann.