CDU-Politiker soll Luftraum über Europa neu organisieren

15.06.2010 10:17 Uhr
Jarzembowski
Georg Jarzembowski saß bis 2009 im EU-Parlament
© Foto: Alexander Louvet

Der ehemalige verkehrspolitische Sprecher der bürgerlichen EVP-Fraktion im Europaparlament Georg Jarzembowski soll Luftraum-Koordinator werden

Brüssel. Der ehemalige verkehrspolitische Sprecher der bürgerlichen EVP-Fraktion im Europaparlament Georg Jarzembowski (CDU) steht kurz davor, zum Koordinator der funktionalen Luftraumblöcke des europäischen Luftraums ernannt zu werden. Die abschließende Zustimmung der EU-Kommission wird noch für diesen Monat erwartet. Jarzembowski könnte dann bereits im Juli mit seiner Arbeit beginnen, wie er selbst der VerkehrsRundschau bestätigte.

Der CDU-Politiker war im April von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas für das Amt vorgeschlagen worden. Die Krise der europäischen Luftfahrt im Zuge der isländischen Aschewolke beschleunigte laut Jarzembowski die Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten. Das Single European Sky Committee, ein die EU-Kommission unterstützendes Gremium bei der Schaffung des einheitlichen Europäischen Luftraums, gab am 7. Mai, drei Tage nach einer außergewöhnlichen Ratssitzung der EU-Verkehrsminister, sein Einverständnis zur Personalie Jarzembowski. Von der abschließenden Zustimmung der EU-Kommission in wenigen Tagen ist auszugehen.

Die Aufgabe des 63-jährigen Juristen wird es sein, innerhalb von zwei Jahren die Schaffung von acht oder neun funktionalen Luftraumblöcken über Europa gemeinsam mit dem EU-Mitgliedsstaaten zu koordinieren. Alle drei Monate soll der Hamburger Politiker die EU-Kommission und das EU-Parlament über die Fortschritte informieren.

In den Luftraumblöcken sollen zwei oder mehrere nationale Lufträume weitgehend in einem einzigen aufgehen. Deutschlands Kooperationspartner dabei werden Frankreich, die Beneluxländer Luxemburg, Belgien und Niederlande sowie das Nicht-EU-Land Schweiz sein.

Jarzembowski gehörte dem EU-Parlament von 1991 bis 2009 an und war zuletzt Sprecher der EVP im Verkehrsausschuss gewesen. Bei den Europawahlen im vergangenen Jahr kandidierte er nicht mehr. (kw) 

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