Berlin. Der CDU-Haushaltsexperte Steffen Kampeter hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) vorgeworfen, die geplante LKW-Mauterhöhung schlecht vorbereitet zu haben. „Tiefensee gefährdet so die Ausweitung der Verkehrsinvestitionen“, sagte der Bundestagsabgeordnete der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Der Bund brauche die Mauteinnahmen, um seine ehrgeizigen Pläne für den Ausbau der Verkehrswege zu finanzieren. Hessens Verkehrsminister Alois Rhiel (CDU) kündigte im „Handelsblatt“ (Donnerstag) einen harten Kurs der Unionsminister der Länder gegenüber Tiefensee an. Gebe er nicht nach, werde die Bundesratsmehrheit die Mauterhöhung ablehnen. Rhiel beharrte in dem Blatt und der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstag) besonders darauf, dass sich Tiefensee bei Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) dafür einsetzt, dass die Steuerzuschüsse des Bundes für die Verkehrsinfrastruktur nicht gesenkt, sondern auf dem Niveau von 2008 festgeschrieben werden. Tiefensee plant eine Gebühren-Erhöhung von 13,5 Cent auf 16,3 Cent pro Kilometer. Die Verkehrsminister von Bund und Ländern hatten am Mittwoch in Berlin keine Einigung erzielt. Eine Arbeitsgruppe soll bis Mitte September eine Lösung finden. (dpa)
CDU-Haushaltsexperte wirft Tiefensee bei Maut schlechte Arbeit vor
Zeitung: Bundestagsabgeordneter Kampeter urteilt die geplante Mauterhöhung als „schlecht vorbereitet“ ab