Der Luftschiffbauer CargoLifter hat am Freitag nach wochenlangen Rettungsversuchen für seine wichtigste Tochtergesellschaft Insolvenz angemeldet. Dabei handelt es sich um die CargoLifter Development GmbH mit 283 Beschäftigten, die bislang für Entwicklung und Bau des Transport-Luftschiffs CL 160 zuständig war. Wegen der massiven Finanzprobleme hatte CargoLifter sein wichtigstes Projekt kürzlich aufgeben müssen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Cottbus den Rechtsanwalt Rolf-Dieter Mönning. Die Hoffnungen ruhen nun darauf, mit dem Insolvenzantrag für die 100-prozentige Tochter eine Insolvenz der gesamten Gruppe vermeiden zu können. Erst am Dienstag hatte sich das Unternehmen für zahlungsunfähig erklärt. Auf dem Spiel stehen insgesamt 500 Arbeitsplätze, davon die meisten in Brandenburg. Das Land Brandenburg ist unter bestimmten Bedingungen weiterhin bereit, eine bereits beschlossene Bund-Länder-Bürgschaft freizugeben. Dazu müsse das Unternehmen jedoch den notwendigen 20-prozentigen Anteil an Privatkapital aufbringen, sagte der stellvertretenden Regierungssprecher Manfred Füger am Donnerstag. CargoLifter sucht derzeit nach einer Bank, die bei der staatlichen Bürgschaft über 35 Millionen Euro das Restrisiko übernimmt. Zur Krise bei CargoLifter hatte sich am Donnerstag auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu Wort gemeldet und Gesprächsbereitschaft gezeigt. "Bundeswirtschaftsminister Werner Müller ist immer für ein Gespräch offen", sagte er bei einem Besuch in Brandenburg im Beisein von Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD). Zunächst aber müsse das Land ein Konzept vorlegen. (vr/dpa)
CargoLifter meldet für wichtigste Tochter Insolvenz an
Bundeskanzler Schröder signalisiert Gesprächsbereitschaft