Dortmund. Die sofortige Aussetzung der Mauterhöhung hat die Vorsitzende des Bundesverbandes der Transportunternehmen, die Dortmunder Transportunternehmerin Dagmar Wäscher, von der neuen Mehrheit im Bundestag gefordert. Wäscher erinnerte an eine Pressemitteilung des FDP-Verkehrsexperten Patrick Döring wenige Tage vor der Wahl, in der dieser genau dies gefordert hatte. Döring habe damals dargelegt, dass der Staat Großkonzernen mit Milliarden zur Hilfe eile, während der überwiegend mittelständisch strukturierten Transportwirtschaft mit einer drastischen Mauterhöhung das Genick gebrochen worden sei. Die FDP sei jetzt in der Verpflichtung, ihren Ankündigungen vor der Wahl Taten folgen zu lassen, so die BVT-Vorsitzende. Der Verband erwarte, dass die FDP die Aussetzung der Mauterhöhung zu einem zentralen Punkt ihrer Koalitionsverhandlungen mache. Auch Thüringer Verkehrsgewerbe wandte sich am Mittwoch mit einer Forderung an die neue Bundesregierung. Der Mautsatz von 18,3 Cent pro Kilometer müsse wieder auf die ursprünglich zugesagten 15 Cent gesenkt werden, verlangte der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes in Erfurt. Die gegen das Verkehrsgewerbe durchgesetzte Mauterhöhung habe nicht nur viele Betriebe in existenzielle Schwierigkeiten gebracht, sondern auch zur Abmeldung von 60.000 mautpflichtigen Fahrzeugen geführt. Die neue Regierung solle sich am "volkswirtschaftlichen Bedarf und nicht an unrealistischen ideologischen Grundsätzen" orientieren. (sb/dpa)
BVT: Schwarzgelb muss höhere Maut aussetzen
Der Bundesverbandes der Transportunternehmen fordert von der künftigen Regierung die Versprechen aus dem Wahlkampf einzulösen