Berlin. Wie der für China zuständige Referatsleiter im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Christian Reichel, bei der Vorstellung des neuen "Business Guide Deutschland China 2005/2006" am Dienstag in Berlin hervorhob, dürften sich auch die deutschen Direktinvestitionen in China bis dahin verdoppeln und einen Stand von 20 Milliarden Euro erreichen. Deutschland sei der wichtigste Handelspartner Chinas in der EU, und China sei der nach den USA der wichtigste außereuropäische deutsche Handelspartner. Der Referatsleiter Asien/Pazifik der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Bernd Schaaf, sagte, dass China in nur 20 Jahren einen Anteil am Weltexport von immerhin 7,0 Prozent erreicht habe. Im Elektronikbereich habe China Japan längst von seinem einstigen Spitzenplatz verdrängt. Der neue "Business Guide" versteht sich als Investitionsleitfaden für deutsche und chinesische Unternehmen. Fachbeiträge der bfai, des Ostasiatischen Vereines (OAV), des Instituts für Asienkunde (IFA) sowie der Deutschen Asia Pacific Gesellschaft e.V. (DAPG) informieren unter anderem über Absatzchancen im Umfeld von Großereignissen, über neue Vorschriften im Bereich der Außenhandelsgesetzgebung und innovative Branchen in China.
Bundesregierung rechnet mit Verdoppelung des China-Handels
Die Bundesregierung rechnet mit einer Verdoppelung des Handelsvolumens mit China auf mehr als 100 Milliarden Euro bis zum Jahr 2010.