Bunderegierung rechnet 2013 mit 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum

17.01.2013 10:40 Uhr
Containerumschlag Bremerhaven
Die Exporte steigen laut Regierungsbericht 2013 um 2,8 Prozent
© Foto: VR/Eckhard-Herbert Arndt

Der Jahreswirtschaftsbericht 2013 der Regierung erwartet erst für 2014 wieder stärker anziehendes Wachstum.

Berlin. Angesichts der wegen des schwachen Winterhalbjahres erheblich vorbelasteten durchschnittlichen Wachstumsrate erwartet die Bundesregierung für dieses Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent. 2012 habe die deutsche Wirtschaft – anders als die Eurozone – ein nach Ansicht der Bundesregierung beachtliches Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnet, heißt es in dem von der Regierung vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht 2013, der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestages steht. Aber auch 2013 werde die deutsche Wirtschaft spürbar kräftiger wachsen als der Durchschnitt der Eurozone, gibt sich die Regierung überzeugt. Und 2014 soll das Wirtschaftswachstum mit 1,6 Prozent noch stärker anziehen.

Exporte wachsen um 2,8 Prozent

Der Außenhandel wird 2013 schwächer ausfallen. Das Absatzmarktwachstum wird nach Auffassung der Regierung angesichts der schwachen Entwicklung im Euroraum niedriger ausfallen als der Anstieg des Welthandelsvolumens. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen aus Deutschland werden voraussichtlich um real 2,8 Prozent zunehmen. Die Importe sollen laut Bericht in diesem Jahr um real 3,5 Prozent stärker zunehmen als die Exporte.

Insgesamt soll die konjunkturelle Dynamik in diesem Jahr vor allem von der Binnennachfrage getragen werden. „Angesichts der positiven Entwicklung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und einer moderaten Preisniveauentwicklung spielen die privaten Konsumausgaben und die privaten Wohnungsbauinvestitionen eine tragende Rolle“, schreibt die Bundesregierung. Erwartet wird eine Zunahme der Einkommen der privaten Haushalte um 2,3 Prozent. Die Nettolöhne der Arbeitnehmer sollen um ein Prozent steigen. Die Preisentwicklung werde mit 1,8 Prozent „moderat“ bleiben. (diwi)

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