Hamburg. Die Bundesregierung legt großen Wert darauf, dass die Reederei-Gruppe Hapag-Lloyd am Standort Hamburg erhalten bleibt. Das betonte Dagmar Wöhrl, Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium und Maritime Koordinatorin der Bundesregierung, heute in Hamburg während der Pressekonferenz zur maritimen Leitmesse „SMM 2008“. Diese beginnt am 23.September und endet am 26.September dieser Woche. Der Erhalt der Traditionsreederei sei ein Standortfaktor für den größten deutschen Seehafen und „für die gesamte Schifffahrt in Deutschland“, so Wöhrl. Auf der anderen Seite dürfe aber nicht übersehen werden, dass die gesamte Veräußerungsthematik „eine unternehmerische Entscheidung“ darstelle. Auch wenn sie eine „Hamburger Lösung“ begrüßen würde, „ haben wir immer wieder gesagt, dass bei uns ausländische Investoren willkommen sind“. Wöhrl hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche ein sehr ausführliches Gespräch mit dem Mitbieter aus Fernost, der Reederei NOL aus Singapur, geführt. Darin habe sie deutlich gemacht, „was vonseiten der Bundesregierung von großer Wichtigkeit ist“. So habe sie gesagt, dass für den Fall, da NOL den Zuschlag bekommen sollte, was derzeit niemand vorhersagen könne, Hapag-Lloyd aus Sicht der Bundesregierung am mit dem Verwaltungs-Standort in Hamburg bleiben müsse. Zudem sei es für die Bundesregierung sehr wichtig, dass Hapag-Lloyd einen erheblichen Teil seiner Flotte unter der deutschen Flagge in Fahrt habe. Wöhrl wörtlich: „Damit hat die Reederei eine Vorbildfunktion für viele andere deutsche Reeder.“ Auch auf dem Gebiet der Ausbildung seemännischen Fachpersonals nehme Hapag-Lloyd eine Vorbildfunktion in Deutschland für die Schifffahrtssparte ein. Für unverzichtbar halte sie es zudem, dass für den Fall eines Verkaufes nach Fernost in jedem Fall das Gespräch mit den Sozialpartnern gesucht werden müsse, vor allem, um die Mitarbeiter zu beruhigen. (eha)
Bund: Hapag-Lloyd sollte am Standort Hamburg bleiben
Maritime Koordinatorin Dagmar Wöhrl würde Hamburger Lösung begrüßen - „Am Ende bleibt es aber eine unternehmerische Entscheidung“