Berlin. Noch vor dem Jahresende werden Planungsbüros im Auftrag des Bundes damit beginnen, umweltschonende Varianten für den Ausbau von Spree und Havel in Berlin zu untersuchen. Das Planfeststellungsverfahren soll dann etwa im Jahr 2013 beginnen, wie der Berliner Senat am Dienstag mitteilte. Das Bundesverkehrsministerium hatte im Spätsommer von früheren Ausbauplänen Abstand genommen, die tiefere Eingriffe in Natur und Landschaft vorsahen. Nun sollen Ufer nicht mehr rigoros abgegraben und nur so wenige Bäume wie möglich gefällt werden. Durch den Ausbau der Gewässer - das sogenannte Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 17 - sollen Berliner und Brandenburger Binnenhäfen auch für 185 Meter lange Schubverbände und 110 Meter lange Großmotorgüterschiffe mit 2,80 Meter Abladetiefe gut erreichbar werden. Neben Spree und Havel in Berlin müsste dafür auch der Sacrow- Paretzer Kanal bei Potsdam angepasst werden. In Berlin wollen die Behörden nach neuen technischen Lösungen suchen, um auch großen Schiffe eine problemlose Fahrt zu ermöglichen. Dabei sollen eine Leitzentrale, Ampeln am Ufer und der Funkverkehr von Schiff zu Schiff eine wichtige Rolle spielen. (dpa)
Büros untersuchen Varianten für Havelausbau
Planfestellungsverfahren soll voraussichtlich 2013 beginnen / Neue Pläne berücksichtigen verstärkt den Umweltschutz