Die EU-Kommission will die nach den Terroranschlägen in den USA beschlossenen staatlichen Garantien für europäische Fluggesellschaften zum 31. Oktober endgültig auslaufen lassen. Einen entsprechenden Vorschlag verabschiedete die Kommission am Dienstag bei ihrer Sitzung in Straßburg. Zugleich will die Europäische Union den Fluggesellschaften einheitliche Vorschriften zur Absicherung von Terror-Risiken machen. Die geplante Richtlinie zielt nach Angaben von Fachleuten darauf ab, Schäden Dritter zu ersetzen, wenn ein Flugzeug wie bei den Attacken vom 11. September 2001 von Terroristen als Waffe eingesetzt wird. Wie die Fluggesellschaften ihre Haftpflicht für Terror-Risiken abdecken, will die Kommission ihnen nicht vorschreiben. Nach einem Auslaufen der Staatsgarantien würden wohl zunächst Verträge mit Versicherungen nötig, hieß es. Später könnten billigere Fonds für diese Risiken eintreten, bei deren Gründung die beteiligten Staaten eine Art Vorschuss leisten. Die Kommission und die meisten der 15 EU- Staaten streben dabei dem Vernehmen nach eher eine weltweite Lösung als einen rein europäischen Fonds an. (vr/dpa)
Brüssel will Airline-Garantien auslaufen lassen
Nach Beendigung der Staatsgarantien würden Verträge mit Versicherungen nötig