London. Hohe Treibstoffpreise und das schwächelnde Pfund haben British Airways (BA) in die roten Zahlen fliegen lassen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (31. März 2009) verbuchte die größte britische Fluggesellschaft einen Verlust von 70 Millionen Pfund (80 Millionen Euro). Im selben Zeitraum des vorherigen Geschäftsjahres hatte BA noch einen Vorsteuergewinn von 816 Millionen Pfund erzielt. Nun würden mit Belegschaft und Gewerkschaften Gespräche über „Gehälter und Produktivität“ geführt, teilte die Airline am Freitag in London mit. Den Angaben zufolge soll es bei den rund 42.000 Mitarbeitern keinen größeren Abbau von Arbeitsplätzen geben. Allerdings werde ein Programm zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen aufgelegt. Als Kostenbremse hatte sich BA Ende vergangenen Jahres bereits von rund 500 Mitarbeitern im Management-Bereich getrennt. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet BA einen Verlust von rund 150 Millionen Pfund, wie das Unternehmen bereits Ende Januar angekündigt hatte. Durch das schwache Pfund seien alle Kosten außer der Treibstoff-Ausgaben binnen Jahresfrist um acht Prozent gestiegen. Der Wertverlust der britischen Währung sei vor allem beim Leasing der Flugzeuge, den Flughafengebühren oder bei den Flugüberwachungskosten spürbar gewesen, die in US-Dollar oder Euro bezahlt werden. Die Fluggesellschaft war zuvor bereits wegen der hohen Ölpreise und der Wirtschaftskrise in Turbulenzen geraten. (dpa)
British Airways fliegt in die roten Zahlen
Fluggesellschaft verzeichnet 70 Millionen Verlust