Britischer Luftraum nach Aschegefahr wieder frei

06.05.2010 12:20 Uhr
Gletscher-Vulkans Eyjafjallajoekull
Der isländische Vulkan sorgte für erneute Sperrungen des Luftraums über Irland und Großbritannien, die mittlweile wieder aufgehoben wurden.
© Foto: ddp/Nasa

Behörden: Gefahr durch Vulkanasche gebannt / Mehr Ascheausstoß aber keine Gefahr mehr für Luftfahrt

London/Reykjavik. Der Luftraum über Großbritannien und der Republik Irland ist nach einzelnen Sperrungen in den vergangenen Tagen am Donnerstag wieder komplett geöffnet worden. Die Gefahr durch Vulkanasche aus Island sei gebannt, teilten sowohl die irischen als auch die britischen Luftfahrtbehörden mit. Sämtliche Flughäfen seien am Morgen wieder geöffnet worden. Die britische Behörde CAA warnte allerdings, dass die Asche auch in Zukunft immer wieder für Störungen im Luftverkehr sorgen könne. Der deutsche Luftraum war von dieser Aschewolke nicht betroffen. Seit Montag hatte die Vulkanwolke mehrfach zu Flugverboten über Schottland, der britischen Provinz Nordirland und der Republik Irland geführt. Am Mittwoch blieben etwa die Flughäfen in Dublin und Glasgow geschlossen. Die Asche sei über Nacht Richtung Westen weitergezogen, hieß es am Donnerstag. „Wissenschaftler verfolgen die Bewegungen der Wolke rund um die Uhr, aber ihre Position ändert sich ständig, je nachdem, wie stark die Vulkaneruptionen sind und welche Winde vorherrschen“, sagte ein CAA-Sprecher. Mehr Asche in größeren Höhen Indes stößt der Gletschervulkan wieder mehr Asche in größere Höhen aus, gefährdet damit aber den europäischen Flugverkehr vorerst nicht. Wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes in Reykjavik am Donnerstag sagte, ist die Asche aus dem Krater im Gletscher Eyjafjallajökull jetzt so grobkörnig, dass sie im Umkreis von 50 Kilometern um den Vulkan wieder auf den Boden sinkt. Der Risikoanalytiker August Gunnar sagte, dass die sehr dunkle Wolke am Vortag erstmals seit mehr als einer Woche wieder eine Höhe von über zehn Kilometern über dem Krater erreicht habe. Aus dieser Höhe war sie nach Beginn des Ausbruchs Ende April auf den europäischen Kontinent geweht worden und hatte den Flugverkehr dort knapp eine Woche fast komplett lahmgelegt. Zuletzt war am Mittwoch der Flugverkehr in Irland und Schottland mehrere Stunden behindert. Seit vergangener Woche hatte die Intensität der Eruptionen deutlich abgenommen. Der Sprecher des Katastrophenschutzes sagte, durch verbesserte Messmethoden seien auch die Modelle zur Vorausberechnung der Aschebelastung in der Luft deutlich genauer und verlässlicher geworden. (tk/dpa)

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