Bremische Häfen: Immer größere Schiffe steuern die Terminals an

06.04.2010 15:30 Uhr
Hafen Bremen 290
In den Bremer Häfen wächst die Bruttoraumzahl der Frachter
© Foto: Arndt

Sowohl die Zahl der in Bremen anlegenden Frachter als auch deren Bruttoraumzahl sind 2009 im Vergleich dem Vorjahr zurückgegangen / Feeder-Schiffe besonders betroffen

Bremen. Auch die Bremischen Häfen werden durch immer größere Frachter bedient. Darauf weist das Statistische Landesamt nach Aufarbeitung des die Häfen des kleinsten Bundeslandes betreffenden Zahlenmaterials für 2009 hin. Im Berichtszeitraum steuerten den Zwei-Häfen-Stadtstaat insgesamt 7485 Frachter mit zusammen 177 Millionen Bruttoraumzahl (BRZ) an. Zum Vergleich: 2008 waren es 9646 Frachter mit zusammen 200 Millionen BRZ. "Vor allem bei den Feeder-Schiffen gab es erhebliche Rückgänge", sagte ein Sprecher der Statistikbehörde der VerkehrsRundschau. "Auf der anderen Seite nahm im Berichtszeitraum aber auch die Transportkapazität der eingesetzten Feeder-Frachter zu." Die durchschnittliche BRZ-Zahl stieg im Zeitraum 2008 von durchschnittlich 21.000 BRZ auf rund 24.000 BRZ im aktuellen Berichtsjahr. Das mit den Frachtern von und nach den Bremischen Häfen beförderte Ladungsaufkommen lag mit 63,1 Millionen Tonnen um gut 11,4 Millionen Tonnen oder 15,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Den deutlichsten Mengenverlust mussten die Häfen in Bremen-Stadt verkraften. Der Gesamtumschlag von 11,3 Millionen Tonnen lag um 22,7 Prozent oder 3,3 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresstand. Besonders schmerzhaft machten sich auf den Spezialterminals in Bremen-Stadt die Verluste beim wertschöpfungsintensiven Stückgut bemerkbar. Es ging um gut 35 Prozent von 5,5 Millionen Tonnen auf 3,6 Millionen Tonnen zurück Etwas besser stellte sich die Lage der Umschlagbetriebe – in der Gesamtrückschau - in Bremerhaven dar. Hier sind neben dem Containerumschlag vor allem der Umschlag von Autos sowie Frucht konzentriert. Über die Kaikanten der Terminals gingen 2009 rund 51,8 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von 8,1 Millionen Tonnen beziehungsweise 13,5 Prozent entspricht. Die aufgrund der Weltwirtschaftskrise eingetretenen Umschlagverluste betrafen vor allem den Stückgutumschlag minus 13,4 Prozent auf 51,5 Millionen Tonnen. Das in Bremerhaven umgeschlagene Massengut - in erster Linie Baustoffe sowie Ölprodukte – belief sich auf rund 0,3 Millionen Tonnen, ein Rückgang um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Containersumschlag schrumpfte zwischen Januar und Dezember 2009 um rund 1,1 Millionen Standardcontainer (TEU) auf insgesamt 4,6 Millionen TEU. Damit bewegen sich die Bremischen Häfen beim Boxemumschlag wieder auf dem Niveau des Jahres 2006. (eha)

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