Bremen. Trotz der drohenden Rezession in den USA schätzen die Bremer Spediteure ihre Aussichten für das nächste Jahr positiv ein. „Es gibt noch genügend stabiles Wachstum in vielen Teilen der Welt“, sagte Thomas W. Herwig, Vorsitzender des Vereins der Bremer Spediteure und geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Röhlig und Co. anlässlich der Jahreshauptversammlung des Vereins. Die Wachstumsraten in China und Südamerika sicherten den Spediteuren weiterhin gute Geschäftschancen. Das vergangene Jahr sei für die Bremer Spediteure ein gutes Jahr gewesen, die einen geschätzten Umsatz von 3,5 Milliarden Euro in 2007 erwirtschafteten. Als Interessenvertreter der Spediteure sprach sich Herwig gegen die von der Bremer Bürgerschaft geplante Einrichtung einer Umweltzone in der Hansestadt aus. „Umweltschutz darf Transporte nicht an Bremen vorbeiführen“, forderte Simon Reimer, stellvertretender Vorsitzender des Vereins der Bremer Spediteure und geschäftsführender Gesellschafter der Spedition BWG Reimer. Gefragt seien intelligente Lösungen zur Verkehrsführung und nicht Maßnahmen, die zu noch mehr Bürokratie führten. „Gutachten zeigen, dass Umweltzonen weder eine signifikante Feinstaubreduzierung bewirken noch die Stickoxidbelastung wesentlich senken“, betonte Reimer. Herwig sieht die Spediteure auf einem guten Weg und zitierte die seiner Meinung nach sensationellen Ergebnisse einer aktuellen Studie des US-Beratungsunternehmens Merge Global. Demnach habe sich der Anteil der Spediteure am interkontinentalen Frachtaufkommen in den letzen zehn Jahren signifikant erhöht, und zwar sowohl in der Luftfracht als auch im Seeverkehr. Die Studie bescheinige den Spediteuren sogar bessere Zukunftsaussichten als den Carriern. (diwi)
Bremer Spediteure optimistisch
Trotz der drohenden Rezession in den USA schätzen die Bremer Spediteure ihre Aussichten für das nächste Jahr positiv ein