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Bremen findet zu alter Stärke zurück

© Foto: Arndt

Bremische Häfen melden Umschlagwachstum deutlich zweistelligen Prozentbereich - Von der positiven Entwicklung profitieren auch die stadtnahen Hafenteile


Datum:
26.08.2010
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Bremen/Bremerhaven. In den Bremischen Häfen gehen die Dinge mit dem Wind. Der Gesamtumschlag verbesserte sich im ersten Halbjahr 2010 um gut 18 Prozent auf 34,4 Millionen Tonnen nach 29,1 Millionen Tonnen im Vorjahresvergleichszeitraum. Für Bremens neuen Hafen- und Wirtschaftssenator Martin Günthner steht fest, dass das kleinste Bundesland mit seinen beiden Häfen „ zu alter Stärke zurückfindet".

Die positive Umschlagentwicklung betrifft sowohl das auf den Container- und Autoumschlag spezialisierte Bremerhaven als auch die Stadt-Bremischen Häfen, in denen sowohl Massen- als auch Stückgutverkehre abgewickelt werden. In Bremerhaven gingen im aktuellen Berichtszeitraum rund 27,8 Millionen Tonnen über die Terminals, ein Plus von 15,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Containerumschlag auf TEU-Grundlage verbesserte sich in Bremerhaven um 11,4 Prozent auf 2,4 Millionen Standardcontainer (TEU). Zum Vergleich: Der Hamburger Hafen kam im selben Zeitraum lediglich auf ein Wachstum von 4,3 Prozent auf 3,7 Millionen TEU.

Die zweite, starke Säule des Hafenumschlags in Bremerhaven, die Fahrzeugverkehre, verbesserten sich in den ersten sechs Monaten um 37,3 Prozent auf fast 716.500 Fahrzeuge. Allerdings haben sich in den Autoverkehren in den zurückliegenden Monaten spürbare Verschiebungen ergeben. Der Export liegt deutlich über dem Import-Aufkommen. Ein Grund: Fahrzeuge „Made in Germany" finden einen ungebrochen starken Zuspruch in Übersee, allen voran in China. Aktuell werden in Bremerhaven drei Mal mehr Autos ex- als importiert. Die Schwäche auf der Einfuhrseite – eine wesentliche Erklärung ist die Nachwirkung der deutschen Abwrackprämie 2009, von der im Besonderen auch die fernöstlichen Hersteller preiswerter Fahrzeuge profitierten – stellt sowohl die Terminal-Betreiber als auch die nachgegliederten Logistik-Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. So werden beispielsweise Import-Fahrzeuge in Bremerhaven für die jeweiligen europäischen Absatzmärkte nachgerüstet. Auch die Auto-Transporteure spüren die Veränderungen bei den Verkehrsmengen: Die Unpaarigkeit der Verteilerverkehre nimmt zu.

In Bremen-Stadt wurden zwischen Januar und Juni 2010 rund 6,6 Millionen Tonnen umgeschlagen, wobei es besonders ausgeprägte Zuwächse bei Massengütern (plus 36,7 Prozent) wie Erz, Kohle und Koks – Nutznießer sind die ortsansässigen Stahlwerke – sowie bei den Stückgütern gibt (plus 23,1 Prozent).

Häfensenator will Vertiefung der Außen- und Unterweser beschleunigen

Für Häfensenator Günthner kommt es jetzt darauf an, dass die Fahrrinnenanpassung der Außen- und Unterweser schnell in Angriff genommen werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bremischen Häfen, vor allem der Containerdrehscheibe Bremerhaven, langfristig gesichert wird. Er hofft, dass die Baggermaßnahmen „noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden", so Günthner im Gespräch mit der VerkehrsRundschau. Er geht davon aus, dass der rechtskräftige Planfeststellungsbeschluss der zuständigen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest in Aurich „bis Ende Oktober vorliegen dürfte". Unmittelbar mit dem Vorliegen des Bescheides „ soll es gleich losgehen", ergänzte Günthner. Die Finanzierung der Baggermaßnahmen sei gesichert, betonte er. Auf rund 36 Millionen Euro werden die Baukosten veranschlagt, die zu Lasten des Bundes gehen werden. Sie liegen damit um ein Vielfaches unter den Kosten für die Unterelbe-Vertiefung, die nach aktuellen Schätzungen bei deutlich über 350 Millionen Euro liegen. Auch

Günthner betonte weiter, dass mit der für das Frühjahr 2011 vorgesehenen Inbetriebnahme der neuen, rund 233 Millionen Euro teuren Kaiserschleuse in Bremerhaven die Serie der maritimen Großvorhaben im Land Bremen gekrönt werde. Als richtungweisend bezeichnete der Häfensenator auch die Entscheidung, in Bremerhaven den neuen Offshore- Hafen zu bauen. „Die Windkraft wird zu einem wichtigen Segment der Hafenaktivitäten." (eha) 

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