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Boeing bringt weniger große Flieger in die Luft

Die Auslieferungen gingen bei Boeing von 481 auf 462 Flugzeugen zurück
© Foto: ddp

Der Airbus-Rivale Boeing hat 2009 weniger Flugzeuge ausgeliefert / Vor allem die Langstreckenjets der Amerikaner verkauften sich schlechter


Datum:
07.01.2011
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Chicago/Seattle. Die Wirtschaftskrise hat das Geschäft von Boeing durcheinandergewirbelt: Statt großer, teurer Maschinen ist der US-Konzern im vergangenen Jahr vermehrt kleine, billigere Flugzeuge losgeworden. "Die 737 hat das zweite Jahr in Folge einen Rekord bei den Auslieferungen erzielt", sagte Boeing-Manager Jim Albaugh am Donnerstag in Seattle.

Die Mittel- und Kurzstreckenmaschine 737 ist das Brot- und Butter-Geschäft von Boeing und steht in direkter Konkurrenz zur erfolgreichen A320-Familie von Airbus. Allerdings kosten die Flugzeuge mit bis zu 86 Millionen Dollar auch nur ein Drittel dessen, was die Kunden für einen großen Langstreckenflieger hinlegen müssen.

Insgesamt schrumpften die Auslieferungen im vergangenen Jahr von 481 auf 462. Vor allem der Langstrecken-Typ 777 verkaufte sich schlechter. Vom doppelstöckigen Jumbojet 747 verließ kein einziger die Werkshallen. Hier warten die Fluggesellschaften auf eine modernisierte Variante, die sich allerdings verspätet.

Im vierten Quartal ergibt sich das gleiche Bild: Hier hat der Airbus-Rivale lediglich 116 Verkehrsmaschinen ausgeliefert im Vergleich zu 122 im Vorjahreszeitraum. In der Wirtschaftskrise, als die Passagiere ausblieben, hatten viele Fluggesellschaften ihre Bestellungen verschoben oder ganz storniert. Das Geschäft ist mittlerweile aber wieder angelaufen. Boeing hat mehrfach seine Produktionsziele erhöht. Im Gesamtjahr kamen unterm Strich Aufträge über 530 Maschinen herein. Zwischen der Bestellung und der Auslieferung liegen aber zumeist Jahre.

Wegen andauernder Verzögerungen häuften sich die Stornierungen beim neuen, mittelgroßen 787 "Dreamliner". Vor Weihnachten hatte ein Brand in der Bordelektrik einer Testmaschine das ganze Programm weiter zurückgeworfen. Nun ist vom Sommer die Rede als Zeitpunkt für die erste Auslieferung - das wären drei Jahre hinter Plan.

Airbus hat seine Auslieferungen noch nicht veröffentlicht. Zuletzt hatten die Europäer vor Boeing gelegen. Neben Verkehrsmaschinen konkurrieren die Konzerne auch bei Rüstungsgütern. Der dickste Auftrag, um den sich die Airbus-Mutter EADS und Boeing zanken, ist der "Jahrhundert-Deal" für 179 neue Tankflugzeuge für die US-Air Force. Mit einer Entscheidung wird in nächster Zeit gerechnet. (dpa)

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