Die Bundesregierung wird trotz gegenteiliger Bestrebungen Bayerns an einem Donauausbau ohne Staustufen festhalten. Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) forderte seinen bayerischen Amtskollegen Otto Wiesheu (CSU) in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Schreiben auf, der Umsetzung einer umweltfreundlichen Variante des Donauausbaus zuzustimmen. "Die Bundesregierung vertritt an Elbe und Donau konsequent die Politik eines ökologisch ausgewogenen und hochwasserneutralen Flussausbaus. Dies schließt - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Hochwasserkatastrophe - ökologisch nicht vertretbare Maximallösungen mit dem von Ihnen favorisierten Staustufenbau aus", schrieb Bodewig. Er sehe daher keinen Grund, die eingeleitete Vorbereitung eines Raumordnungsverfahrens zu revidieren. (vr/dpa)
Bodewig an Wiesheu: Keine Staustufen beim Donauausbau
Bayern lehnt umweltfreundlichen Donauausbau bisher ab