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BGL kritisiert einseitige Belastung des LKW

Der LKW soll künftig für Lärm- und Umweltschäden extra zahlen
© Foto: Sebastian Bollig

Einheitliches verkehrsträgerübergreifendes Konzept bleibt aus: Kritik an der Einigung der EU-Verkehrsminister auf eine neue Eurovignetten-Richtline


Datum:
18.10.2010
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Frankfurt/Wien. Kritik an der Einigung der EU-Verkehrsminister auf eine neue Eurovignetten-Richtline kommt vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL). Der BGL moniert, dass die Anlastung externer Kosten nicht wie von der Bundesregierung und vom Europaparlament gefordert für alle Verkehrsträger in einem einheitlichen Konzept geregelt wird. „Wieder einmal wird nur das schwere Nutzfahrzeug abkassiert, alle anderen kommen ohne Zusatzlasten davon", heißt es in einer Stellungnahme des Verbands.

Ebenfalls auf Unverständnis stößt beim BGL die Einigung, externe Lärm- und Luftverschmutzungskosten nicht für die Minderung von Umweltschäden zweckzubinden „Es ist schon ‚grandios', sich vorzustellen, dass durch die Anlastung externer Kosten Einnahmen entstehen, die die Staaten nach ihrem Gutdünken ausgeben können, aber nicht zur Schadensbegrenzung beziehungsweise Schadensminderung einsetzen müssen. Salopp gesprochen, macht Vater Staat mit Schlafstörungen seiner Bürger und Gesundheitsbeeinträchtigungen aus der Luftverschmutzung ein gutes Geschäft, wird aber nicht dazu verpflichtet, den Betroffenen zu helfen", sagte BGL-Präsident Hermann Grewer.

Im Gegensatz dazu begrüßt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) die Einigung der EU-Verkehrsminister. Der VCÖ fordert sogar zusätzliche Maßnahmen, um den massiv steigenden LKW-Verkehr zu verringern. „Die heutige Entscheidung des EU-Verkehrsministerrats war nur ein sehr kleiner Schritt in Richtung Kostenwahrheit im LKW-Verkehr", sagte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. (sb) 

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