Frankfurt. Die allgemeine Geschäftslage der Unternehmen im deutschen Transportlogistikgewerbe war im 1. Quartal 2008 von explodierenden Dieselpreisen, einer nachlassenden Konjunktur und "einer politischen Treibjagd auf den LKW" geprägt. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) in seiner aktuellen Konjunkturanalyse für die ersten drei Monate des Jahres. So hätten knapp 39 Prozent der befragten Unternehmen ihr Betriebsergebnis für den Untersuchungszeitraum als schlecht bezeichnet, bei 25 Prozent ging außerdem die Fahrzeugauslastung zurück. Auswirkungen zeigte vor allem die starke Kostenentwicklung: Knapp 86 Prozent aller befragten Firmen hatten im 1. Quartal 2008 mit gestiegenen Gesamtkosten zu kämpfen. Jedes fünfte Unternehmen sei darüber hinaus mit einer sich verschlechternden Zahlungsmoral seiner Kunden konfrontiert gewesen, hieß es weiter. Wie der BGL ferner mitteilte, sei auch die generelle Kosten-Prognose im untersuchten Zeitraum die schlechteste seit dem 2. Quartal 2000. Für das kommende Halbjahr befürchten 84 Prozent der Betriebe steigende Gesamtkosten, 89 Prozent erwarten weiter ansteigende Dieselkosten. 66 Prozent der Unternehmen stellen sich auf steigende Fahrzeugkosten ein, 45 Prozent gegen von erhöhten Personalkosten aus. 11 Prozent der befragten Unternehmen mussten sich im Untersuchungszeitraum von Fahrpersonal trennen. 16 Prozent hätten hingegen zusätzliche Fahrer eingestellt. An der BGL-Konjunkturanalyse nehmen quartalsweise rund 600 Unternehmen der Transportbranche teil. Die Erhebung der Daten erfolgt durch einen Fragebogen. (stb)
BGL-Konjunkturanalyse: Düstere Perspektiven
Allgemeine Geschäftslage der Unternehmen im Transportlogistikgewerbe von explodierenden Dieselpreisen und nachlassender Konjunktur geprägt