Berlin. Angesichts zunehmender Gütertransporte auf der Straße hat der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) die Abschaffung des Sonn- und Ferienfahrverbots für LKW gefordert. Dann hätten die LKW mehr als 70 zusätzliche Tage im Jahr, an denen sie fahren könnten, sagte der Vorsitzende des BGA-Verkehrsausschusses, Gerhard Riemann, heute bei der BGA-Jahrespressekonferenz Verkehr. Positiv sieht der Verband deshalb die PKW-Maut: Diese könnte ein Anreiz für PKW-Fahrer sein, auf die Bahn umzusteigen. Die von der Bundesregierung beschlossene Senkung der KFZ-Steuer für LKW auf EU-Durchschnittsniveau dient nach Ansicht des BGA der Mautvorfinanzierung. Die Maut solle nicht durchgängig erhöht werden. Es sei sinnvoller, die niedrigen Schadstoffklassen stärker zu belasten, um „möglichst hohe Anreize in höhere Schadstoffklassen zu unterstützen“. Zu der aktuellen Diskussion über EuroCombis betonte Riemann, die Zulassung von 60-Tonnen-LKW sei die einzige Möglichkeit zur Bewältigung des Verkehrswachstums. Bis zum Jahr 2015 werde der Gütertransport auf 2,5 Milliarden Tonnen zunehmen. „Wenn wir davon etwa 500 Millionen Tonnen auf Bahn und Binnenschiff bringen, dann haben wir viel erreicht“, erklärte Riemann. (jök)
BGA will Fahrverbote abschaffen
Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels befürwortet Einsatz von 60-Tonnern