Der Betriebsrat der MAN-Nutzfahrzeugsparte befürchtet einen Arbeitsplatzabbau über die bereits angekündigten 4400 Stellen hinaus. "Das könnte noch mehr werden", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der MAN Nutzfahrzeuge AG, Hans Meister, am Freitag in München. Angesichts des geplanten Stellenabbaus forderte der Betriebsrat zusammen mit der IG Metall die Sicherung der Standorte in München, Salzgitter, Penzberg, Gustavsburg und Nürnberg mit 17.000 Beschäftigten. Innerhalb weniger Tage hätten mehr als 10.000 Beschäftigte die Forderung unterschrieben. "Unsere Beschäftigten haben MAN zu dem gemacht, was die Firma heute ist: kompetent und erfolgreich. Jetzt wollen sie auch eine Zukunftsperspektive", sagte Meister. Zumindest müsse der Abbau der Arbeitsplätze gerecht auf die Standorte verteilt werden. Außerdem sollten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden, sagte Meister. Nach Angaben von MAN fallen allein in Salzgitter bis zum Jahresende 850 der 4000 Arbeitsplätze weg. Vor allem der rückläufige Lastwagenmarkt in Europa macht MAN schwer zu schaffen. Im laufenden Jahr rechnet MAN mit einem Absatzrückgang um rund 6000 auf 55 000 Lastwagen. Im Jahr 2000 hatte MAN noch 65.000 Lastwagen abgesetzt. (vr/dpa)
Betriebsrat fürchtet weiteren Stellenabbau bei MAN Nutzfahrzeugen
Sorge um Standorte in München, Salzgitter, Penzberg, Gustavsburg und Nürnberg