Pilsen/Regensburg. Bayern und Tschechien wollen den Zugverkehr zwischen den beiden Ländern ausbauen. Noch in diesem Jahr soll bei Bayerisch Eisenstein eine durchgehende Verbindung realisiert werden. Dies kündigte der bayerische Verkehrsstaatssekretär Hans Spitzner (CSU) am Mittwoch nach einem Treffen mit dem stellvertretenden tschechischen Verkehrsminister Vojtech Kocourek in Pilsen an. Bislang müssen die Fahrgäste in Eisenstein auf deutscher Seite aussteigen und dann in Böhmen in einen tschechischen Zug einsteigen oder umgekehrt. Die Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz-Prag dürfe nicht der einzige bedeutende Korridor für den Zugverkehr zwischen Bayern und Tschechien bleiben, erklärte Spitzner. Die beiden Seiten hätten daher beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe Perspektiven für die Strecke Regensburg-Furth im Wald-Pilsen entwickeln soll. Auch beim Güterverkehr solle es Verbesserungen geben, sagte der Staatssekretär. Nach einer Prognose des Münchner ifo Instituts würden bis 2015 die gewerblichen Transporte um das Zwei- bis Vierfache zunehmen. (dpa)
Bayern und Tschechien für Verbesserungen beim Schienenverkehr
Laut ifo Institut sollen bis 2015 die gewerblichen Transporte um das Zwei- bis Vierfache zunehmen