Brüssel. Mai 2006 heißt der endgültig letzte Termin für den obligatorischen Einbau des digitalen Tachographen in neue Laster und Busse. So steht es heute in einem Schreiben an alle EU-Staaten, in dem EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot den Standpunkt der EU-Kommission zum Start des elektronischen Fahrtenschreibers erläutert. Er fordert die Regierungen auf, der Kommission bis zum 1. März 2006 eine „detaillierte und vollständige Übersicht über die Vorbereitungen auf nationaler Ebene“ vorzulegen und zu bestätigen, dass die notwendigen Arbeiten für eine pünktliche Inbetriebnahme der Blackbox laufen. Barrot verweist darauf, dass nach Ablauf der Frist neu zugelassene LKW ohne das moderne Kontrollgerät stillgelegt werden können. Die Kommission fordere Nachzügler zu größtmöglichen Anstrengungen auf. Sie begrüße die im Vermittlungsausschuss am 6. Dezember erklärte Absicht des Europäischen Parlaments und EU-Ministerrats, alles zur Fertigstellung der neuen Verordnung zu unternehmen. Darin vorgeschrieben sei auch die Blackbox-Pflicht zwanzig Tage nach Veröffentlichung des Rechtstextes im EG-Amtsblatt. Das bedeute die Tacho-Einführung ab Mai. Für die Kommission sei dies die letzte Frist, um dem Verkehrssektor einen reibungslosen Übergang vom alten zum neuen Fahrtenschreiber zu ermöglichen. (dw)
Barrot: Mai ist letzte Frist für den Digitaltachografen
Der EU-Verkehrskommissar mahnt die Unionsstaaten zu pünktlichen Einführung