Während sich Zehntausende Eisenbahner vergangene Woche auf einen Protesttag in Paris gegen die EU-Pläne zur Liberalisierung der Bahn vorbereiteten, erklärte der Verladerverband A.U.T.F., dass die angestrebte "Wiederbelebung" des Bahnfrachtsektors ohne Marktfreigabe nicht zu erreichen sei. Er unterstütze deshalb den Vorstoß des Europaparlaments zugunsten einer Liberalisierung des internationalen und nationalen Verkehrs. Die Verlader bedauern, dass das Parlament die Entscheidung über die Lizenzvergaben an Privat entgegen dem ersten Direktive-Entwurf den EU-Mitgliedsstaaten und staatlichen Bahnbetreibern übertragen wolle. Für "unabdingbar" hält die A.U.T.F. schließlich, die Bereiche Infrastruktur und Betrieb bei der Bahn organisatorisch zu trennen. Jedes Zugeständnis bei den genannten drei Punkten würde nach Ansicht des französischen Verbandes den "Niedergang der Bahnfracht" nur noch verlängern.
Bahnfracht: Frankreichs Verlader unterstützen Europaparlament
Verladerverband A.U.T.F. fordert Trennung von Netz und Betrieb der Bahnen