Bahn und GDL einigen sich ohne Streiks auf neuen Tarifvertrag

27.02.2026 10:24 Uhr | Lesezeit: 3 min
 Triebfahrzeugführer von DB Fernverkehr in einer Ellok der Baureihe 101
Die Lokführer der Deutschen Bahn können sich über ein Gehaltsplus von fünf Prozent freuen
© Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Die Deutsche Bahn und die GDL haben sich in der Tarifrunde 2026 auf Lohnsteigerungen, Einmalzahlungen und eine neue Entgeltstufe geeinigt – erstmals seit 2018 ohne Streiks.

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter geeinigt. Es war die erste Tarifrunde zwischen Bahn und der GDL seit dem Jahr 2018, die ohne Streiks auskam. Seinerzeit wurden die Verhandlungen noch vom streitbaren Ex-Gewerkschaftschef Claus Weselsky geführt. Die nun beendete Tarifrunde war die erste unter dem neuen Bundesvorsitzenden Mario Reiß. 

Lohnerhöhungen in zwei Schritten plus Einmalzahlung

Wie beide Seiten mitteilten, steigen die Entgelte am 1. August 2026 und am 1. August 2027 um jeweils 2,5 Prozent. Die Beschäftigten bekommen im April zudem eine Einmalzahlung von 700 Euro, für Auszubildende und Dual Studierende sind es 350 Euro.

Neue Entgeltstufe für langjährige Beschäftigte

Die GDL konnte zudem ihre Forderung nach einer zusätzlichen Entgeltstufe für Beschäftigte mit besonders langer Berufserfahrung durchsetzen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und endet Ende 2027 - zeitgleich mit dem Tarifvertrag zwischen der Bahn und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG. 

Keine Warnstreiks bis Anfang 2028

Damit wird es dieses und nächstes Jahr keine Warnstreiks bei der Deutschen Bahn geben. Anfang 2028 muss der bundeseigene Konzern dafür dann mit beiden Gewerkschaften gleichzeitig neue Tarifverträge aushandeln. Mit der GDL wurde vereinbart, dass im ersten Quartal 2028 noch die Friedenspflicht gilt, die Lokführergewerkschaft kann also frühestens im April 2028 wieder zu Arbeitskämpfen bei der Deutschen Bahn aufrufen.

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