Berlin. Die Deutsche Bahn AG hat Unternehmenskreisen zufolge in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Betriebsverlust von 185 Millionen Euro verbucht. Damit liege das Betriebsergebnis nach Zinsen um 104 Millionen Euro schlechter als im Vorjahr. Der Güterverkehr machte den Kreisen zufolge 15 Millionen Euro Verlust. Das wäre sechs Millionen Euro weniger als im Vorjahr, wenn die Sparte auch unter Plan lag. Die Bahn wollte die Zahlen nicht kommentieren und verwies auf ihre bevorstehende Bilanzpressekonferenz. Der CDU/CSU-Verkehrsexperte Dirk Fischer verlangte, den noch bis Ende 2004 laufenden Vertrag von Konzernchef Hartmut Mehdorn nicht zu verlängern. Der frühere Verkehrs-Staatssekretär Stephan Hilsberg (SPD) erklärte: "Mehdorn gehört abgesetzt". Auch der Bündnis-Grüne Verkehrsexperte Albert Schmidt äußerte Kritik. "Wenn die Ergebniszahlen so mies bleiben, wird der Gesetzgeber keine zwölf Monate warten". Dann werde der Eigentümer "die Frage nach der Verantwortung des Vorstandes stellen müssen". (vr/jök)
Bahn im ersten Quartal tief in roten Zahlen
Bahnchef Mehdorn im Kreuzfeuer der Kritik