Bahn-Aufsichtsratsausschuss stellt sich hinter Ermittler

16.03.2009 10:17 Uhr
ddp
Aufsichtsratsausschuss-Chef Alexander Kirchner zur stellt sich hinter die Sonderermittler (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Transnet: Baum und Däubler-Gmelin sollen frei von Anwälten des Bahn-Vorstands arbeiten

Berlin. In der Datenaffäre bei der Bahn hat sich der zuständige Ausschuss des Aufsichtsrats nach Gewerkschaftsangaben hinter die Sonderermittler Gerhart Baum und Herta Däubler-Gmelin gestellt. Die beiden Ex-Bundesminister sowie die Wirtschaftsprüfer von KPMG sollten frei vom Bahn-Antikorruptionsbeauftragten Wolfgang Schaupensteiner und von Anwälten des Bahn-Vorstands arbeiten, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Transnet der dpa nach einem Treffen des Compliance-Ausschusses des Aufsichtsrats am Samstag in Essen. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte Baum und Däubler-Gmelin attackiert und ihnen vorgeworfen, ihr Vorgehen nähre den „Eindruck der Befangenheit“. Diese hatten sich über Arbeitsbehinderung durch die Bahn beklagt. Der Compliance-Ausschuss teilte am Samstag mit, dass zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 27. März „eine Grundaussage und erste Bewertungen“ vorgelegt werden sollen. Der Ausschuss war Mitte Februar gebildet worden und hatte die Aufklärung des umstrittenen Abgleichs von Daten von bis zu 170.000 Bahn-Beschäftigten mit Daten von Lieferanten an sich gezogen. Dafür wurden Baum, Däubler-Gmelin und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit Ermittlungen betraut. Der Ausschuss wird von Aufsichtsratschef Werner Müller und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner, geleitet. Unter Compliance versteht man die Einhaltung bestimmter Unternehmensrichtlinien, unter anderen zur Korruptionsbekämpfung. (dpa)

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