Berlin. Nach dem Wirbel um Pläne der Deutschen Bahn für einen möglichen Umzug ihrer Zentrale von Berlin nach Hamburg stellt sich Konzernchef Hartmut Mehdorn am morgigen Mittwoch dem Aufsichtsrat. Das Kontrollgremium will sich über die wirtschaftlichen Ziele eines Einstiegs im Hamburger Hafen und bei der Hochbahn informieren lassen. Mit einer formellen Entscheidung wurde in Aufsichtsratskreisen jedoch vorerst nicht gerechnet. Mehdorn hatte signalisiert, bis Februar „die Hausaufgaben§ für eine Gesamtbewertung des Themas machen zu wollen. Die Bundesregierung lehnt einen Abzug des Bahn-Sitzes aus Berlin ab. Der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt, Klaus Wowereit (SPD), bekräftigte sein Nein zu einer Verlegung der Zentrale. Der Bund als Eigentümer der Bahn müsse entscheiden, was passiere, sagte Wowereit im RBB-Fernsehen. Die Ansiedlung des Hauptsitzes 1994 in Berlin sei auch „ein Zeichen in Richtung Ostdeutschland“ gewesen. „Und dieses Zeichen kann man jetzt nicht einfach wegnehmen.“ Mehdorn hatte betont, dass die Bundesregierung politische Bedenken signalisiert habe. Es gelte allerdings auch, „die wirtschaftlichen Themen“ zu studieren, um am Ende das gesamte Paket zu bewerten. Beschlüsse seien bisher nicht gefallen. (dpa/tbu)
Bahn-Aufsichtsrat berät über Hamburg-Pläne
Nach dem Wirbel um einen möglichen Umzug der Zentrale von Berlin in die Hansestadt stellt sich Konzernchef Hartmut Mehdorn am morgigen Mittwoch seinem Kontrollgremium