Stuttgart. Der Autozulieferer Behr blickt trotz eines Umsatzwachstums im ersten Halbjahr nur mit gedämpftem Optimismus auf die zweite Jahreshälfte. Mit einer Fortsetzung der Marktdynamik könne nicht gerechnet werden, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Markus Flik, heute in Stuttgart. „Für das Geschäftsjahr 2006 gehen wir daher von Umsatz und Ergebnis auf Vorjahreshöhe aus.“ Im Jahr 2005 hatten der operative Gewinn bei 92 Millionen Euro und der Erlös bei 3,05 Milliarden Euro gelegen. In den ersten sechs Monaten 2006 sei der Umsatz um sieben Prozent auf 1,64 Milliarden Euro ausgebaut worden, teilte Flik mit. Das Nutzfahrzeuggeschäft in Brasilien und Tschechien sowie der PKW-Markt in Europa hätten zu dem Wachstum beigetragen. Die Zahl der Mitarbeiter sei seit Jahresbeginn 2006 um mehr als 300 auf 18.430 gestiegen. Einstellungen habe es vor allem bei den Gesellschaften in Südafrika, Brasilien und China gegeben. Zur Ergebnisentwicklung gab es keine Angaben. Der Behr-Chef hatte bereits zum Jahresabschluss 2005 angekündigt, dass im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatz und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreicht werden soll: „2006 ist für uns vor allem ein Jahr, in dem wir unsere Batterien aufladen und uns auf weiteres Wachstum vorbereiten.“ Für das Jahr 2009 strebt das Familienunternehmen dann einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro an. (dpa/tz)
Autozulieferer Behr trotz Umsatzplus nur gedämpft optimistisch
Umsatz um sieben Prozent auf 1,64 Milliarden Euro gestiegen – Nutzfahrzeuggeschäft in Brasilien und Tschechien im Aufwind