Bonn. Die deutschen Automobilspediteure wollen den Betreiber des Mautsystems, Toll Collect, für entstandene Kosten aufgrund der Probleme beim Einbau der On Board Units (OBU) haftbar machen. Dies hat der Verein Automobillogistik im BSL (AML) in einem Schreiben dem Geschäftsführer von Toll Collect, Michael Rummel, angekündigt. Bei einzelnen Mitgliedsunternehmen, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes, würde keines der für über 100 Fahrzeuge eingebauten OBUs fehlerlos funktionieren. Einige Firmen hätten zur Behebung der Probleme die Werkstätten bis zu viermal oder öfter aufsuchen müssen, ohne eine Garantie zu haben, dass die Geräte auch funktionieren. Für die aufgrund des wiederholten Ausfalls der Fahrzeuge entstandenen Kosten für den entgangenen Gewinn oder ungewollte Standzeiten will der Verband nun Toll Collect haftbar machen. Zwar verpflichte das Mautgesetz und die Mautverordnung die Speditionen und Transportunternehmen dazu, den Ersteinbau der OBU selbst zu tragen. Dies gelte jedoch nicht für die wiederholten Werkstattbesuche auf Grund der fehlerhaften Technik, argumentiert der AML.(vr/cd)
Automobillogistiker wollen Toll Collect verklagen
Streitpunkt sind Kosten für entgangenen Gewinn und ungewollte Standzeiten