Automatisches Logistiksystem mit zwei TransFastern

09.07.2008 14:06 Uhr
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TransFaster im Einsatz.

Neues Logistiksystem bei der SIKA AG in Düdingen: Zwei Tunnel durch das Lager verbinden raumsparend Abfüll- und Versandbereich. / Mit Bildergalerie

Borgholzhausen/Düdingen. Westfalia hat zusammen mit dem Schweizer Logistikplaner Hanhart für das neue Klebstoffwerk der SIKA AG in Düdingen ein neues Logistiksystem realisiert. Die Ingenieure haben ein Hochregallager (HRL) mit ca. 500 Palettenplätzen gebaut - zwei Tunnel durch das Lager verbinden raumsparend Abfüll- und Versandbereich. Die Anlage ist auf Flexibilität angelegt: Vier S-Elevatoren, umfangreiche Karton- und Palettenfördertechnik, Palettierroboter, FTS-Fahrzeuge, ein Spezial-Regalfahrzeug (RFZ) mit Drehschubgabel und zwei flurfreie TransFaster erledigen im Teamwork mit Staplern und Handhubwagen den schnellen und reibungslosen Materialfluss. Die beiden TransFaster fahren sogar übereinander, kreuzen sich und überqueren die zwei Tunnel. Das HRL versorgt die Abfüllung mit Material und unterstützt die automatische Palettierung von Versandkartons mit Fertigprodukten. Sika schlägt alle Waren just-in-time um und benötigt kein Fertigwarenlager für Klebstoffe. Weil das System alle Räume und Flächen optimal nutzt, spart das Unternehmen darüber hinaus nach eigenen Angaben Energie, gewinnt Flexibilität bei Produktionsspitzen und zusätzliche Kapazitäten. In diesen Tagen nimmt die Anlage ihren Betrieb auf. Einlagerung ins TransFaster-Hochregal Das automatische, doppelttiefe HRL mit Satellitentechnik dient Sika als Anlieferungspuffer. LKWs liefern die Produktions- und Verpackungshilfsmittel auf Europaletten im Versandbereich an. Von dort schlagen Stapler die Paletten manuell um und bringen sie auf eine Einlagerungsfördertechnik mit Konturenkontrolle, die zum HRL-Einlagertor führt. Ein zweiter Förderer liegt direkt daneben und dient zur Auslagerung fehlerhafter Produkte und für Inventurzwecke. Die TransFaster können am HRL-Eingang wechselweise Paletten von der Fördertechnik übernehmen und diese links und rechts einlagern, ohne sich zu behindern. „Die flurfreien TransFaster sind bei Sika extra nicht auf der gleichen Ebene angebracht, sondern in der obersten und der zweitobersten Ebene der Regale. So können sie gleichzeitig das HRL durchfahren und sich sogar kreuzen. Das ermöglicht höchste Redundanz, Betriebssicherheit und Einlagerleistung“, erklärt Erich Dreier, Projektverantwortlicher bei Westfalia. Das Schweizer Unternehmen Sika mit Hauptsitz in Baar wurde vor fast 100 Jahren gegründet. Das weltweit tätige Unternehmen der Spezialitätenchemie entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Systemlösungen für die Industrie und vor allem die Baubranche. Bilder vom Lager sind unten auf dieser Seite in einer Fotogalerie zusammengestellt. Klicken Sie rein!

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