Die Absatzkrise auf dem deutschen Automarkt wird sich nach Einschätzung der internationalen Autohersteller im nächsten Jahr verschärfen. Die Zahl der Neuzulassungen werde 2009 von knapp 3,1 auf 2,9 Millionen sinken und damit das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung Deutschlands erreichen, ließ der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Donnerstag in Frankfurt verlauten. Damit bestätigte der Verband die Prognose der deutschen Hersteller, die im Verband der Automobilindustrie (VDA) organisiert sind. Grund dafür seien die Folgen der Finanzkrise, aber auch hohe Spritpreise und die rückläufigen verfügbaren Einkommen der Bürger. Die ausländischen Marken wollen trotz der sinkenden Zahlen ihren Marktanteil von derzeit 35,2 Prozent (Vorjahr: 35,9 Prozent) leicht ausbauen.Die Importeure wie Peugeot, Fiat und Co. sind besonders stark im Segment der Kleinwagen, die wegen ihres geringen Verbrauchs und der Klimadebatte derzeit gefragt sind. Profitieren wollen die Marken auch von der steigenden Nachfrage nach alternativen Antriebe wie Gas- und Hybridfahrzeugen mit Elektromotor. Dieses Segment legte 2008 zwar um mehr als ein Drittel zu, bleibt allerdings mit 33.000 zugelassenen Autos eine Nische. Noch stärker als bei den PKW werde 2009 das Minus bei Transportern und Lastwagen mit zehn Prozent auf 300.000 Fahrzeuge ausfallen. Der VDIK forderte von der Politik die rasche Umstellung der KFZ- Steuer von Hubraum auf Schadstoffausstoß noch vor der Bundestagswahl im nächsten Jahr. Zudem müsse es eine Verschrottungsprämie für Altautos geben. (dpa/pi)
Autoimporteure: Absatzkrise wird 2009 noch schlimmer
VDIK rechnet für 2009 nur mit 2,9 Millionen Neuzulassungen in Deutschland / Niedrigstes Niveau seit der Wiedervereinigung