Ausverkauf bei Covisint geht weiter

09.02.2004 10:52 Uhr

Nach der Softwarefirma FreeMarkets kauft jetzt auch der Software- und Serviceanbieter Compuware Teile von der elektronischen Beschaffungsplattform Covisint.

Das Unternehmen hat die Absicht angekündigt, die Produkte und Technologien des Online-Marktplatzes der Autobauerbranche zu übernehmen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt, die Transaktion soll binnen 30 Tagen über die Bühne gehen. Konkret erwirbt Compuware die Portalsoftware "Communicate", das Messaging-System "Connect EDI" und die Konfliktlösungstechnik "Problem Solver". Außerdem sollen 100 der rund 120 Covisint-Mitarbeiter inklusive des Vortandsvorsitzenden Bob Paul zu Compuware wechseln. Covisint soll unter Pauls Führung als separater Geschäftsbereich agieren, für Kunden soll der Besitzerwechsel reibungslos verlaufen. Compuwares Chairman und Vorstandschef Peter Karmanos sagte, er habe sich zu dem Kauf entschlossen, weil er zuversichtlich sei, das Covisints E-Commerce-Portalprodukte und -Services in den kommenden Jahren von derzeit 20 auf 100 Millionen US-Dollar Umsatz wachsen könnten. Covisint mit Sitz in Southfield, Michigan, war Anfang 2000 von ursprünglich DaimlerChrysler, Ford, General Motors, Nissan sowie Renault als Zulieferermarkplatz gegründet worden. Nach dem Ende des Internet-Hype gelang es der Firma nicht, genügend Kunden zu akquirieren und sich strategisch neu auszurichten. Unter dem neuen CEO Paul bot Covisint seine Aktiva zum Verkauf an. Das Auktionsgeschäft ging Ende Dezember an FreeMarkets, das kurz darauf von Ariba geschluckt wurde.

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