Wien. Die angeschlagene österreichische Fluglinie Austrian (AUA) hat im ersten Halbjahr rund 49 Millionen Euro Verlust gemacht und ist nun offiziell auf Partnersuche. Auf das ganze Jahr gerechnet erwartet die Airline weiterhin ein Minus von 70 bis 90 Millionen Euro, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnete die AUA nur einen Ergebnisrückgang von 8,6 Millionen Euro. Die österreichische Fluglinie ist seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten, über eine Partnerschaft mit der Lufthansa wird seit längerem spekuliert. Zuletzt war bekanntgeworden, dass Unternehmensberater den Österreichern in einer Studie klar zu einem Deal mit den Deutschen geraten haben. Einzige Alternative war nach österreichischen Medienberichten die russische Aeroflot. Die Lufthansa hatte immer wieder an der AUA Interesse bekundet, wollte aber auf ein Signal aus Wien warten. Strukturelle Schwächen könnten nur mit einem Partner behoben werden, gab AUA-Chef Alfred Ötsch nun am Montag in Wien nach einem Treffen des Aufsichtsrates bekannt. Einen Wunschkandidaten für den Einstieg nannte er nicht. Am Freitag soll sich der Aufsichtsrat der Staatsholding ÖIAG, der 42,75 Prozent des Unternehmens gehören, mit der Expertenstudie und einem möglichen Partner befassen. (dpa)
Austrian macht im ersten Halbjahr 49 Millionen Euro Verlust
Angeschlagene österreichische Fluglinie ist nun offiziell auf Partnersuche