Wien. Die vor der Übernahme durch die Deutsche Lufthansa stehende Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) hat 2008 einen Verlust von 429,5 Millionen Euro eingeflogen. Wie das börsennotierte Unternehmen am Freitag in Wien mitteilte, enthalten diese Zahlen Wertberichtigungen von 334,4 Millionen Euro, bei denen besonders die Wertminderung für ältere Flugzeuge stark zu Buche schlug. Als Hauptgründe für die massiven Verluste nannte der neue AUA-Vorstand „enorme Treibstoffpreise“ und einen „drastischen Buchungsrückgang in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise“. Im Jahr 2007 hatte die AUA noch einen Gewinn von 3,3 Millionen Euro ausgewiesen. Die Lufthansa hatte sich im Dezember mit der österreichischen Staatsholding ÖIAG auf die Übernahme des Staatsanteils von 41,56 Prozent an der AUA geeinigt. Zudem läuft derzeit ein formelles Übernahmeangebot für die ausstehenden Anteile. Allerdings macht die Lufthansa die Übernahme weiterhin von der von Österreich zugesagten staatlichen Sanierungsbeihilfe von einer 500 Millionen Euro abhängig, die die EU-Kommission noch nicht genehmigt hat. Der AUA-Vorstand empfahl den Aktionären angesichts der Lage des Unternehmens am Freitag, das Übernahmeangebot der Lufthansa anzunehmen. (dpa)
Austrian Airlines fliegt 430 Millionen Euro Verlust ein
Als Gründe nennt die österreichische Fluglinie enorme Treibstoffpreise und Buchungsrückgänge