Stockholm/Schweden. Die geplante Kooperation zwischen den beiden Nutzfahrzeugherstellern MAN und Scania hat einen Rückschlag erlitten. Wie Scania heute mitteilte, bricht der Konzern die geplante Zusammenarbeit im Bereich Achsen mit MAN ab. Die Gespräche über die Kooperation bei Getrieben sollten aber zunächst weitergeführt werden, hieß es. „Nach mehreren Jahren technischer Prüfungen und Abwägungen, haben wir entschieden, dass die finanziellen Vorteile aus einer Achsen-Kooperation nicht groß genug sind, um die technische Komplexität und die Extrakosten zu rechtfertigen, die damit auf unsere Produkte zu kommen“, sagte Scania-Chef Leif Östling laut Pressemitteilung. Nach Angaben von Scania seien die Gespräche über die Getriebezusammenarbeit inzwischen im „Endstadium“. Die Verhandlungen könnten darauf hinaus laufen, dass die Schweden MAN Getriebe mit einer bestimmten technischen Spezifikation liefern werde, hieß es weiter. Ein Sprecher von MAN Nutzfahrzeuge bedauerte das Aus für die Achsenzusammenarbeit, sagte aber, MAN sei immer noch an Kooperationen interessiert. „Aber es muss natürlich Sinn machen.“ Er bestätigte die Weiterführung der Gespräche über die Getriebekooperation. Die vor drei Jahren angekündigte Kooperation der beiden Nutzfahrzeughersteller sollte ursprünglich 2006 beginnen. Den früheren Plänen zufolge sollte Scania für MAN Schaltgetriebe für schwere LKW fertigen, die Münchner im Gegenzug Achsen für Scania. (dpa/sb)
Aus für schwedisch-bayrische Achse
Scania verabschiedet sich von geplanter Kooperation mit MAN Nutzfahrzeuge. Zusammenarbeit bei Getriebentwicklung nicht betroffen