Wien. Nach ständig steigenden Einnahmen aus der LKW-Maut rechnet Österreich für das laufende Jahr mit schrumpfenden Mauterlösen. Im Jahr 2008 betrugen die Mauteinnahmen der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG (Asfinag) insgesamt rund 1,52 Milliarden Euro. Laut dem vorläufigen Jahresergebnis der Afinag entfielen rund 1,06 Milliarden Euro auf die LKW-Mauteinnahmen, rund 335 Millionen Euro auf den Vignetten-Verkauf und rund 118 Millionen Euro auf die Sondermautstrecken. Erste Auswirkungen dieses Rückgangs war bereits zu Jahresbeginn spürbar. Im vergangenen Monat Januar betrug die Fahrleistung aller Kraftfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht im österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetz rund 204,4 Millionen Kilometer. Dies waren 20,3 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres mit einer Fahrleistung von 256,4 Millionen Kilometern. Der Einbruch an Fahrleistungs-Kilometer und damit ein Rückgang an LKW-Mauteinnahmen spürte die Asfinag bereits im 4. Quartal 2008. Dieser Trend setzte sich 2009 fort: Im Januar wurde ein durchschnittlicher Rückgang der LKW-Mauteinnahmen von 19,4 Prozent verzeichnet. Wird für eine direkte Vergleichbarkeit der beiden Monate der durchschnittliche Verkehr pro Werktag gebildet - im Januar 2009 gab es mehr Feiertage, die auf einen Wochentag gefallen sind als im Vorjahr - so liegt der Einnahmenrückgang aus der LKW-Maut bei rund 15 Prozent. Dennoch will der österreichische Autobahnbetreiber die weiteren Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Ergebnisse des Gesamtjahres 2009 nicht abschätzen. (sb)
Asfinag rechnet mit sinkenden Mauteinnahmen
Fahrleistung sinkt um knapp 20 Prozent: Wirtschaftskrise führt zu deutlichen Rückgang der LKW-Mauteinnahmen