Prüfer der Arbeitsämter haben in nordrhein-westfälischen Speditionen massiven Leistungsmissbrauch und illegale Beschäftigung erheblichen Ausmaßes aufgedeckt. Die Kontrolleure hätten in den vergangenen Monaten 1900 Betriebe und 5000 Beschäftigte überprüft, teilte das Landesarbeitsamt am Montag in Düsseldorf mit. Gut jeder 10. der überprüften Beschäftigten habe neben dem Arbeitslohn zu Unrecht Geld vom Arbeitsamt oder anderen Sozialversicherungsträgern kassiert. Fast jeder vierte Nicht-EU-Ausländer konnte keine gültige Arbeitsgenehmigung vorweisen. Die Mitarbeiter der Arbeitsämter seien auf „raffinierte Verschleierungsmethoden“ gestoßen. Arbeitgebern und Beschäftigten drohten jetzt hohe Bußgelder. Arbeitnehmer müssten mit bis zu 5000 Euro Bußgeld rechnen. Unternehmern, die illegal Ausländer beschäftigen, drohen maximal 250.000 Euro Bußgeld. (tw/dpa)
Arbeitsämter decken illegale Beschäftigung in NRW-Speditionen auf
Jeder 10. der Überprüften zu Unrecht Geld vom Arbeitsamt kassiert