Mit der Einführung der deutschen Lkw-Maut innerhalb des 1.Halbjahres 2003 rechnet die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Angelika Mertens (SPD). Gleichzeitig räumte Mertens ein, dass das ursprünglich in ihrem Hause angestrebte Datum 1.Januar 2003 "aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu halten ist". "Wir alle haben ein Interesse daran, dass wir so schnell wie möglich zum Ziel kommen", erklärte die SPD-Politikerin am Montag vor Journalisten anlässlich einer Routine-Lkw-Kontrolle des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) an der Autobahnraststätte Buddikate, auf halber Strecke zwischen Hamburg und Lübeck an der A 1. Vieles hänge jetzt vom Erfolg des Vermittlungsverfahrens zwischen den Bundesländern ab. Diese sollten begreifen, dass sie über das Anti-Stau-Paket im besonderen Maße Nutznießer der Maut werden. Ernst Vorrath, Präsident des BAG, sagte, dass seine Behörde "bis zu dem Termin der Mauteinführung Gewehr bei Fuß steht", und zwar sowohl hinsichtlich der personellen Ausstattung als auch des Beherrschens der administrativen Abläufe. Eingehend auf das BAG-Tagesgeschäft, äußerte sich Vorrath besorgt über den rasanten Anstieg von so genannten Klein-Lkw mit bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht am Unfallgeschehen auf den Autobahnen. Vorrath: "Da muss etwas geschehen." Für die Staatssekretärin war es die erste persönliche Teilnahme an einer Lkw-Kontrolle. Die Eindrücke seien wertvoll für ihre Arbeit, sagte Frau Mertens. Karl-Heinz Ossenkopp, Leiter der BAG-Kontrolle, die von Polizei und Zoll unterstützt wurde, konnte nach knapp vier Stunden Kontrolle eine nüchterne Bilanz ziehen: 55 kontrollierte Lkw, davon 15 Beanstandungen: "Das liegt im normalen Bereich", resümierte Ossenkopp. (vr/eha)
Angelika Mertens: Lkw-Maut irgendwann im 1.Halbjahr 2003
Verkehrs-Staatssekretärin nimmt an BAG-Kontrolle teil