Der Vorsitzende des Bundesverbandes Möbelspedition (Amö), Christian Rohrbacher, befürchtet, , dass mit der Maut eine Belastung auf das Gewerbe zukomme, wie es sie noch nicht gegeben hat. Das sagte er auf der Deligiertentagung in Saarbrücken. Er bedauerte, dass es "einmal mehr im Verkehrsgewerbe nicht gelungen ist, Geschlossenheit zu erreichen." Der Politik warf er vor, deren Gleichgültigkeit, ja Ignoranz gegenüber dem gewerblichen Güterkraftverkehr habe ein unerträgliches Ausmaß angenommen. Die versprochene Entlastung von 300 Millionen Euro bei einem Gesamtvolumen von 3,5 Milliarden Euro bezeichnete er als "grotesk". Weil das Grußwort von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig an Ignoranz und mangelnder Sensibilität kaum zu überbieten gewesen sei, hat die Amö verzichtet, dieses Grußwort in ihrem Tagungsheft zu veröffentlichen. Rohrbacher zeichnete von der Situation in der Möbelspedition ein wenig positives Bild. Andererseits sei die Lage aber auch nicht so schlecht und gäbe es berechtigte Hoffnungen, dass sich die Situation wieder bessern werde. Außerdem hat der Amö in Saarbrücken einen neuen Vorstand gewählt. Dem sechsköpfigen Gremium gehören künftig an: Ekkehard Bartel, Carsten Busch, Ute Hannich, Gert Hebert, Johannes Röhr und als neuer Vorsitzender Christian Rohrbacher. Für Karl-Friedrich Kruse, der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte, zog Hannich neu in den Vorstand ein. (vr/cd)
Amö wirft Politik Ignoranz vor
Versprochene Entlastung sei "grotesk"