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Am Rande: Seehofer beklagt Arbeitsbelastung für Politiker

CSU-Chef Horst Seehofer
© Foto: ddp/Oliver Lang

CSU-Vorsitzender zeigt Verständnis für Ramsauer, der eine mögliche Guttenberg-Nachfolge aus familiären Gründen abgelehnt hatte


Datum:
07.03.2011
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München. Spitzenpolitiker müssen nach Ansicht von CSU-Chef Horst Seehofer zu viel arbeiten. Politische Ämter seien "zuweilen mörderisch", sagte er der "Bild am Sonntag". "Man muss voll im Amt aufgehen, um es für das Land und die Menschen gut auszufüllen." Bayerns Ministerpräsident beklagte vor allem die Terminflut. "Diese fast übermenschliche Terminfolge muss verringert werden", forderte er. "Wir haben es hier auf jeden Fall mit einem dicken Problem zu tun. Als Politiker müssen wir uns deshalb die Frage stellen, ob diese zeitliche Belastung wirklich so notwendig ist und von der Bevölkerung tatsächlich erwartet wird."

Politiker hätten die ganze Woche über bis in die Nacht hinein Termine - und am Wochenende gehe es im Wahlkreis weiter. "Das liegt an uns selbst, wir haben das in der Hand", sagte Seehofer dem Blatt, betonte aber gleichzeitig: "Wem es leicht zu heiß wird, der sollte nicht in die Küche gehen." Für Seehofer selbst ist das Politiker-Dasein aber "trotz allem ein Traumberuf".

Der CSU-Vorsitzende zeigte damit Verständnis für Parteikollegen, die den vakanten Posten des Bundesverteidigungsministers abgelehnt hatten: "Wenn sich ein Politiker wie in diesem Fall wegen der Belastungen für die Familie gegen ein höheres Amt entscheidet, dann hat man dies nicht zu kritisieren, sondern zu respektieren."

In der vergangenen Woche hatte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) abgewunken, als es um die Nachfolge von Karl-Theodor zu Guttenberg ging. "Das mute ich meiner Familie nicht zu", sagte er der "Rheinischen Post". Seine Familie habe ihn dringend gebeten, unter keinen Umständen eine derartig drastische Erschwerung der Lebensumstände hinzunehmen. "Meine Kinder sind zu klein, um jetzt nur noch in gepanzerten Wagen herumzufahren", sagte Ramsauer. (dpa)

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