London. Die Mitglieder der beiden Großallianzen in der Container-Seeschifffahrt, 2M (Maersk Line und MSC) sowie Ocean Three (CMA CGM, CSCL, UASC) haben zeitgleich die Umläufe ihrer Dienst bekannt gegeben. Die grundlegende Umgestaltung der Ost-West-Dienste hat eine umfassende Verschiebung der Schiffskapazitäten zur Folge, die durch einen Kaskadeneffekt in der Folge zusätzlich verstärkt werde, schreibt der Branchendienst Alphaliner in seinem aktuellen Newsletter. Der Begriff Kaskadeneffekt bezeichnet die Verschiebung von Schiffskapazität, wenn ältere Großschiffe auf stark befahrenen Hauptrouten der Seeschifffahrt durch noch größere Schiffe ersetzt werden und dann in andere nachgelagerte Dienste gedrängt werden. 300 Containerschiffe mit Kapazitäten zwischen 4500 und 19.000 TEU sind laut Alphaliner von der aktuellen Reorganisation in den Allianzen auf der Ost-West-Route betroffen. Insgesamt machen diese Schiffe eine Kapazität von 3 Millionen TEU aus, was etwa 15 Prozent der weltweiten Containerflotte entspricht. Weitere 100 Schiffe mit Kapazitäten zwischen 1000 und 9000 TEU sind laut Alphaliner von dem erwähnten Kaskadeneffekt betroffen bzw. durch die Reorganisation zahlreicher Zubringerdienste.
Bei den Ost-West-Containerdiensten kommt die Allianz 2M auf einen Marktanteil von 36 Prozent. Ocean Three (O3) deckt 20 Prozent dieser Verkehre ab. Die schon länger bestehende Allianz CKYHE kommt auf 23 Prozent und G6 (u.a. Hapag Lloyd) kommt auf 19 Prozent Marktanteil gemessen in TEU. (diwi)