Aktionärsschützer raten Kleinaktionären, künftig keine weiteren Aktien der Post und anderer Staatsunternehmen zu zeichnen. Vor dem Hintergrund des Streits über das Steuerprivileg der Deutschen Post AG sagte Anneliese Hieke von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel : "Es ist ein Skandal, mit welchen Tricks der Staat an die Börse geht. Die Kleinaktionäre sollten nicht länger auf den Staat vertrauen." Die Diskussion um Steuerprivilegien der Post zeige, dass es dem Staat nur darum gehe, an der Börse möglichst viel für sich herauszuholen. Allerdings gebe es keine Regressansprüche der Aktionäre, da die Risiken im Börsenprospekt erwähnt seien, betonte Hieke. Diese Auffassung vertrat jetzt auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker. Er hatte zuvor in einem anderen Zeitungsinterview noch angekündigt, er wolle prüfen, ob er den Verbandsmitgliedern eine Klage empfehle. (vr/dpa)
Aktionärsschützer warnen vor neuen Post-Aktien
Scharfe Kritik am Steuerprivileg der Deutschen Post AG